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Scientific Advisory Board

 

Prof. Dr. Michael Frotscher, Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Freiburg

 

 

Professor Frotscher gilt als weltweit führender Experte auf dem Gebiet der Entwicklung, Verschaltung und Funktion des Ammonshorns (Hippocampus) im Gehirn. Seine Arbeiten befassen sich vor allem mit der Analyse von Faktoren, die die Ausbildung des Netzwerkes von Nervenverbindungen und die Regeneration des zentralen Nervensystems bewirken. Modell für seine wissenschaftlichen Arbeiten ist die Hippocampusformation des Gehirns, die eine zentrale Rolle bei Lern- und Gedächtnisprozessen spielt. Professor Frotscher machte bahnbrechende Entdeckungen zur Entwicklung des zentralen Nervensystems: zum einen zu den Mechanismen, die der Wanderung von Nervenzellen nach ihrer Bildung zugrunde liegen; zum anderen zu den Mechanismen, die die gegenseitige Kontaktaufnahme von Nervenzellen steuern. Diese Entdeckungen sind auch Grundlage der Nervenregeneration nach beispielsweise traumatischer Schädigung des Zentralnervensystems, wie etwa bei einer Querschnittlähmung. Professor Frotscher gelang es damit in hervorragender Weise mit modernen Methoden in einem interdisziplinären Ansatz neurowissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten, die von der Grundlagenforschung bis zur Klinik reichen.

 

 

Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze, Klinik für Neurologie der Universität Magdeburg  

Professor Heinze leitet die Klinik für Neurologie II der Medizinischen Fakultät an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit 1997 ist er ferner Direktor des Imaging-Zentrums in Magdeburg, seit 2002 auch Koordinator des Center for Advanced Imaging (CAI) Magdeburg-Bremen. Hans-Jochen Heinze zählt zu den international führenden Wissenschaftlern im Bereich des „Cognitive Brain Imaging“. Seine Untersuchungen zur neuralen Organisation der visuellen Aufmerksamkeit beim Menschen bilden die Grundlagen für die kombinierte räumlich-zeitliche Analyse höherer Hirnfunktionen, eine der aussichtsreichsten jüngsten Entwicklungen der systematischen Neurowissenschaften. Darüber hinaus hat er über verschiedene Themen im Bereich der kognitiven Neurowissenschaften gearbeitet, insbesondere über die neuralen Mechanismen des bewussten Gedächtnisses. Er integrierte die neu entwickelten Imaging-Verfahren erfolgreich in die Neurologie. Unter seiner Leitung entwickelte sich die neurologische Klinik in Magdeburg zum Referenzzentrum für verschiedene zentralnervöse Erkrankungen. Hans-Jochen Heinze hat seine Arbeiten in führenden internationalen Wissenschaftsjournalen, darunter Nature, Nature Neuroscience, PNAS, Neuron und Journal of Neuroscience, publiziert.

Prof. Dr. Melitta Schachner Camartin, Zentrum für Molekulare Neurobiologie (ZMNH) der Universität Hamburg

 

 

Professorin Schachner Camartin leitet das Institut für Biosynthese Neuraler Strukturen am ZMNH. Das ZMNH beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den molekularen Vorgängen, die die Kommunikation zwischen Nervenzellen im Gehirn ermöglichen. Professorin Schachner Camartin gehört mit ihren wissenschaftlichen Publikationen zu den weltweit am häufigsten zitierten Neurowissenschaftlern. Sie ist im wissenschaftlichen Beirat vieler renommierter wissenschaftlicher Zeitschriften und Forschungsinstitutionen vertreten.

 

Prof. Dr. Henning Scheich, Leibniz-Institut für Neurobiologie (IFN), Zentrum für Lern- und Gedächtnisforschung, Magdeburg

 

 

Das von Professor Scheich geleitete IFN in Magdeburg erforscht die Grundlagen der Hirnmechanismen von Lern- und Gedächtnisprozessen und ihre krankhaften Störungen. Dafür werden integrativ molekularbiologische, zellbiologische, verhaltensbiologische sowie systemphysiologische Ansätze und Methoden eingesetzt. Das Institut ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e. V. (WGL). Das Hauptinteresse von Professor Scheich liegt bei der Erforschung von Akustik, Lernen und Sprache. Dabei beschäftigt er sich zum Beispiel mit Lernprozessen bei der Mustererkennung durch das zentrale Hörsystem.